Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen    
       
       
 

1. Störungsformen: Ab dem 45. Lebensjahr kann es im Zuge der normalen Altersentwicklung bis ins hohe Alter zu einer leichten Abnahme dieser Leistungen des Gehirns kommen. Bei manchen Menschen ist die Leistungsminderung stärker ausgeprägt. Für derartige Leistungseinbußen sind verschiedene gesundheitliche Ursachen verantwortlich, die im psychischen (z.B. chronische Überlastung, Depressionen) oder im körperlichen (z.B. Herz-Kreislauf-Störungen) Bereich liegen können. Nehmen die Störungen weiter an Schwere zu, kann dies unter Umständen auf eine Demenz, z.B. einer Alzheimer Krankheit, zurückzuführen sein.

2. Welche Untersuchungen sind erforderlich ? Heute ist der spezialisierte Facharzt in der Lage, normale Leistungseinbußen des Gehirns von krankhaften Störungen zutreffend zu unterscheiden. Zu den Untersuchungsverfahren gehören: die ausführliche Erhebung des bisherigen Beschwerdeverlaufs in den Bereichen Gedächtnis, Konzentration, Sprache, Denkvermögen und räumliche Wahrnehmung, ferner die genaue Bestimmung dieser Hirnleistungen mit definierten Testverfahren und die Klärung von Erkrankungen, die als Ursache in Betracht kommen, durch ausgewählte Laborwerte und eine MRT-Aufnahme des Gehirns (Kernspintomographie). Weitere Untersuchungen sind selten erforderlich.

3. Wie wird behandelt ? Jede Form von Gedächtnis- und Konzentrations- Störungen kann gut behandelt werden. In Abhängigkeit von der Symptomschwere werden als Maßnahmen eingesetzt: Ein gezielt auf die individuellen Einbußen zugeschnittenes Training der Hirnleistung (im Sinne einer Verhaltenstherapie), ggfs. kombiniert mit Medikamenten (Antidementiva) zur Stützung der Hirnleistung, gezielte körperliche Bewegung, ausgewogene vitaminreiche Ernährung, Beschäftigung und Anregung im Alltag. Das allgemeine Leistungsvermögen und auch die Gedächtnisleistung selbst können wieder zunehmen und auf einem höheren Niveau als zuvor konsolidiert werden. Bei schwereren Störungen, etwa bei einer Demenz, kann durch diese Maßnahmen ein Voranschreiten der Krankheitssymptome über mehrere Jahre verhindert werden.


Die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten der Praxis stehen für den Personenkreis der privatversicherten Patienten und für Selbstzahler zur Verfügung. Die Berechnung der ärztlichen Leistungen erfolgt nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).